Die Polizei der Ungarischen Republik begrüßt sehr herzlich alle Ausländer die
die Sehenswürdigkeiten, Attraktionen unserer Heimat kennen lernen wollen, oder
manche Tage, Wochen in einen von unseren bevorzugten Erholungsparadiesen verbringen
wollen. Das Motto der Ungarischen Polizei “Dienen und schützen” betrifft Sie,
Ausländer auch. Wir wollen Ihnen dienen, und schützen, deswegen halten wir es
für wichtig, dass die in unsere Heimat einreisende Ausländer von den möglichen
Gefahren informiert sein sollen.
Sie sollen zunächst wissen, dass Ungarn statistisch zu den mittelmäßig kriminalitätsverseuchten
Ländern gehört. Das Risiko Opfer eines Verbrechens zu werden ist nicht kleiner,
aber auch nicht größer, als in Europa allgemein. Es gibt doch einige Phänomene,
die größtenteils die nach Ungarn kommende Ausländer, wie z. B. Sie betreffen können.
Wenn Sie darüber Bescheid wissen, vorher darauf vorbereiten, die präventiven Methoden
kennen, wird es zu Ihrer Sicherheit und dazu wesentlich beitragen, um Ihr Aufenthalt
wolkenlos und freudenvoll ablaufen zu sein.
Über den “Trickdiebstahl”
In mehreren Europaländern – so auch in Ungarn – versuchen die Kriminellen neue
Deliktmethoden anzuwenden. In einigen Fällen ersehen sie dazu die möglichen Opfer
an den Grenzübergange aus. Es kann besonders die alleine reisenden, müde erscheinenden
oder ältere und die weiblichen Fahrer gefährden. Sie werden mit Auto verfolgt
und unterwegs – unter scheinbarer Hilfebereitschaft – auf Reifenpanne oder anderen
technischen Defekt aufmerksam gemacht. Es wird dem bremsenden oder anhaltenden
Fahrer Hilfe angeboten, er wird zum Heck gerufen, die Reife hilfsbereit mitangeguckt.
Inzwischen kann der Komplize blitzschnell zum Wagen schleichen – die Türe bleiben
meist offen – und die sichtbaren, erreichbaren Wertsachen, Bargeld, Dokumenten
zu sich nehmen, sogar das Auto entwenden.
Manchmal beschädigen sie den Wagen schon vorher, damit sie den Fahrer zum Halt
bringen.
In weiteren Fällen werden die in den Parkplätzen, oder bei den Tankstellen sich
ausruhenden, schlafenden Fahrer geweckt, als ob ihr Reifen defekt wäre. Manchmal
– um glaubhaft zu erscheinen– sind die Reifen von Kriminellen wirklich ausgelocht.
Die Aufmerksamkeit des Fahrers wird beim Heck abgelenkt und während dessen werden
von dem Komplizen aus dem Fahrgastraum die unbewacht gelassenen Gegenstände, oder
mit der Hilfe des steckengelassenen Zündschlüssels das Auto selbst entwendet.
Um Vertrauen zu erwecken sind die Trickdiebstahltäter meistens mit EU-Mitgliedländern-Kennzeichen
versehenen Kraftfahrzeugen unterwegs.
Bitte beachten Sie die Ratschläge der Polizei:
- Reisepaß, Geldbörse, Handy immer bei sich halten!
- Beim Aussteigen keine Wertsachen im Fahrraum lassen, den Zündschlüssel immer
mitnehmen!
- Nehmen Sie Ihre Wertsachen mit, oder legen Sie diese im Kofferraum ab!
- Schließen Sie die Türe jedes Mal, wenn Sie das Auto verlassen!
- Wenn mehrere Personen fahren, einer könnte immer beim Auto bleiben!
- Lassen Sie den technischen Zustand des Wagens vor einer längeren Fahrt prüfen!
Gut zu wissen:
Wenn die Reifen defekt sind, ist es immer spürbar.
Das Auto wird instabil, die Geradeführung ist erschwert, man hört knatterige,
rubbelige Geräusche von der Richtung des defekten Reifens.
Wenn ein Straftat bereits verübt wurde:
- Rufen Sie unverzüglich den Polizeinotruf 107, oder 112 an
- Versuchen Sie die Kennzeichen des eiligst abfahrenden Autos, die Personenbeschreibung
der “Helfer” merken
Vergessen Sie nicht, dass die Trickdiebstähle mit etwas Vorsicht und Misstrauen
vorgebeugt werden können.